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14.11.2013#

Amtliches

Neue Rechtsprechung bezüglich des Urheberschutzes für Anwendungsdesign

Nachdem bislang vor allem künstlerische Werke und Designs als urheberrechtlich schützenswert betrachtet wurden, hat das BGH nun sein Urteil revidiert und hält nach neuster Rechtsprechung auch die Gestaltung von Produkten, die früher als nicht schutzfähig bewertet wurden, für schutzwürdig. Durch diese neue Grundsatzentscheidung des Bundesgerichtshofes können nun auch Webdesign und die Gestaltung von Benutzeroberflächen in Software in gleicherweise als wertschöpfende Gestaltungsleistung angesehen werden, wie Werke der bildenden Kunst.

Wir sind gespannt, welche Auswirkungen das nun mit sich bringt. Einerseits ist mehr Schutz gut, andererseits sind natürlich die urheberrechtlichen Masstäbe genau zu definieren. Es nützt keinem etwas, wenn demnächste eine neue Abmahnwelle rollt, weil das Menu auf der Internetseite x dem der Internetseite y ähnelt;)

„Bislang galt für die Schutzfähigkeit bei Werken des Anwendungsdesigns, insbesondere bei der Gebrauchsgrafik, dass ein urheberrechtlicher Schutz erst dann greift, wenn ein „bedeutendes schöpferisches Überragen“ über den durchschnittlichen Tätigkeit eines Gestalters vorliegt und über den durch den Zweck gebotenen Entwurf ein „erheblicher ästhetischer Überschuss“ erreicht wird.“ Info von Rechtsanwalt.de. Mehr dazu hier bei rechtsanwalt.de!